Der Einfluss der Kommunikation

„Wir können nicht NICHT kommunizieren!“, so sagte es der Philosoph und Psychoanalytiker Paul Watzlawick. Zum Thema „Ratschläge anderer annehmen“ habe ich bereits berichtet.

Doch viele sind sich ihrer Verantwortung über ihre eigene Kommunikation nicht bewusst. Damit sind nicht nur die Wörter gemeint, die man unbedacht rausbringt oder die man in der Brunst von Gefühlen noch für gerechtfertigt fühlt, sondern auch die komplette Körpersprache, zu der auch besonders unsere Mimik gehört.


Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen, ist nicht nur „angesagt“ und wird immer mehr zum „Trend“, sondern ist für ein friedliches Leben unabdingbar. Wahre Sozialität besteht nicht darin, der Masse unhinterfragt hinterherzulaufen und wenig anzuecken, sondern seine Individualität anzuerkennen und sie abgestimmt ans Kollektiv mit einzubringen. Abgestimmt heißt dabei nicht, dass man versuchen sollte es jedem Recht zu machen. Es bezieht sich mehr darauf, auch Bedürfnisse anderer im Blick zu behalten und empathisch zu agieren, ohne sich selbst komplett verleumden oder aufgeben zu müssen.


Da wir mit unserer Kommunikation Einfluss nehmen, sollte sich jeder von uns klar darüber werden, dass wir eine Mitverantwortung tragen. Schweigen sagt ebenfalls etwas aus. Je nach Situation nimmt dein Gegenüber es als Zustimmung oder als Ignoranz wahr – insbesondere toxische Menschen neigen eher dazu, ohne weitere Hinterfragung ein Schweigen als Zustimmung zu interpretieren, wenn es für sie ein Vorteil darstellt. Daher gilt hier wohl besonders die Devise:

„Mische Dich nicht ein, wenn Du nicht in mögliche Konsequenzen einbezogen werden möchtest und sage frei heraus, wenn Du Dich von gewissen Dingen distanzieren möchtest oder außen vor gelassen werden willst!“

Doch bitte sei Dir immer darüber im Klaren, dass auch ein Raushalten oder Schweigen Konsequenzen haben kann. Hinter dem Rücken Deine eigenen Regeln zu brechen, macht auf Dauer unauthentisch.

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